KW 27 Fantasy, Konservative, Sklaverei, Raumfahrt und Brot

Diese Woche habe ich mit der Leseratte an meiner Seite das Abendprogramm des Fantasy Day an der TU Dortmund besucht. Die Lesung von Markus Heitz war schon sehr unterhaltsam, doch richtig interresant war dann im Anschluss die Podiumsdiskussion, welche das angekündigte Thema schnell verließ und sich dem Thema widmete, wie konservativ, wenn nicht gar reaktionär das Fantasy-Genre so ist, im besonderem im Gegensatz zu Sciencefiction. Wenn ich mich selber unter dem Aspekt analysiere, finde ich es schon spannend, dass ich mich zwar immer stärker beim Sciencefiction wohl gefühlt habe, aber eine gewisse Faszination an Fantasy auch nicht leugnen kann.

Aber wo ich schon bei Konservativen wäre, drüben in den States gibt es einen schönen neuen Trend, bei dem ich nur noch mit dem Kopf schütteln kann: Coal Rollers. Da fehlt mir irgendwie jeder Verständnis. Mit so jemandem setzt man* sich doch nicht an einen Tisch und versucht eine gemeinsame, gute, Lösung zu finden, mit solchen Menschen kann man doch nicht mehr reden.

Noch mehr Menschen bei denen das Reden wohl nicht mehr viel hilft, machen gerade im Irak auf sich aufmerksam. Aus der Distanz lässt sich die Lage ja nur schwer einschätzen, und da bin ich immer sehr froh über so wunderbaren Daten Journalismus, der uns hilft,die Lage vielleicht ein wenig besser zu verstehen.

Um noch schlechtere Laune zu kriegen, würde ich diese Woche diese Reportage vom guardian empfehlen: Modern-Day Slavery

A six-month Guardian multimedia investigation has, for the first time, tracked how some of the world's big-supermakets, Tesco, Aldi, Walmart and Morrisons, are using suppliers relying on slave labour to put cheap prawns on their shelves. Slavery is back and here's the proof.

Warning: some may find elements of this film distressing.

(Die Warnung sollte man* übrigens ernst nehmen.)

So, wie kriege ich da jetzt den Bogen? Man* könnte ja mal versuchen zu überlegen, was gutes getan werden kann, um die Welt zu retten. Ist nur leider, wie sich raus stellt, gar nicht mal so einfach, heutzutage.

Aber man* kann ja auch gestaltend an der Zukunft teilhaben, so ganz simple indem man* zu langweiliger Stunde den Mädels und Jungs von Wikidata hilft. Sie haben auch extra ein Spiel dafür gebastelt: Wikidata Game

Oder indem man* sich klar macht, dass die Raumfahrt gar nicht so teuer ist, wie manch Kritiker gerne behauptet, aber viele wertvolle Erkenntnisse bringt. An dieser Stelle könnte ich ja auch noch mal auf die wundervolle Podcast-reihe Raumzeit verweisen, welche wohl endlich im Herbst weiter gehen soll.

Abschließen will ich heute mit dem Hinweise auf die unterirdisch schlechte Berichterstattung im Deutschen Fernsehen zu der Fifa-WM der Herren, und ganz zum Schluss noch Brot.