KW 28 unfuck the world

Unfuck the World

So, ich glaube ich schaffe es doch noch, letzte Woche hier ab zu handeln, ist auch nicht so viel. Denn ganz unabhängig vom Ergebnis bin ich jetzt doch froh, dass die Fifa-WM der Herren endlich vorbei ist. Ich konnte und wollte mich dem ganzen ja nicht entziehen, und mehr als einmal habe ich in den letzten Woche Schlaf und eigene sportliche Aktivitäten hinten angestellt, um anderen beim Sport zu zu sehen.
Doch angesichts solcher Motivation fällt es nicht schwer, jetzt wieder voll durch zu starten.
Nebenbei habe ich vor kurzen erkannt, das bei all der Kritik die ich daran habe, das Graduierungssystem beim Taekwon-Do auch sehr motivierend seien kann, und habe jetzt am Wochenende die nächste Stufe auf dieser Leiter erklommen und eine Prüfung abgelegt. Gut, der 7te Kup ist jetzt noch nichts weltbewegendes, aber auch eine Stufe, die man erst einmal passieren muss, um da weiter zu kommen.

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Weitaus wichtiger als die WM war letzte Woche dann wohl, dass der Nahost-Konflikt mal wieder eskaliert, und leider gibt es zu diesem Thema sehr viel Mist zu lesen, und sehr viele Leute scheinen eine sehr feste Meinung und einen Schuldigen ausgemacht zu haben. Von einem Konflikt, der weit von uns entfernt ist, der sehr alt, ist, und über den bei uns in den Medien nicht sehr ausgewogen Berichtet wird.
Ich würde mir wünschen, dass sich so manch einer mal überlegt, in wie weit man mit einer Terroristischen Organisation sympathisieren möchte, die Menschliche Schutzschilde verwendet, und wie sehr man gegen einen Staat hetzen möchte, der, obwohl jahrelang dem Beschuss von Raketen ausgesetzt, trotz Eskalation, immer noch Hilfslieferungen in den Gazastreifen sendet.

Oder ob es, angesichts der Komplexität der Situation und der unübersichtlichen Nachrichtenlage nicht auch einfach mal okay wäre, die Klappe zu halten und ein zu gestehen, dass man von dem ganzen nicht genug Ahnung für eine feste Meinung hat.

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Und sonst so?

Letztens irgendwann hat der EUGH in seiner unübertroffenen Weisheit ein "Recht auf vergessen" ersonnen, welches Menschen ermöglichen soll, bestimmte Informationen über sie aus den Suchmaschinen zu entfernen. Und wie das im Internet so ist, gibt es sofort auch eine Liste mit genau den Informationen, die Menschen gerne gelöscht hätten.

Immer wieder stolpere ich über Initiativen, die Menschen ermutigen wollen, positive Veränderungen zu erwirken, und auch Wissenschaftler stellen sich die Frage, was Menschen altruistischer macht. Das Ergebnis finde ich da schon bemerkenswert.

Ganz zum Schluss noch ein sehr schöner Text über das alleine Reisen. Nach der Lektüre war ich ja schon kurz davor, den Rucksack zu packen.

Das soll es jetzt gewesen sein. Nächste Woche geht es an gleicher Stelle wieder weiter.