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Ist die Paleo Diät ein Begriff? Da sind Menschen der Ansicht, dass die moderne westliche Diät Ursache für viele der so called Zivilisationskrankheiten ist, und versuchen sich wie die Höhlenmenschen zu ernähen. Was in der Realität dann heißt, hauptsächlich Fleisch zu essen. In der National Geographic gib es jetzt ein dickes Special über die Evolution of Diet, die sich mal genauer damit auseinander setzt, was unsere Vorfahren so gegessen haben. Und siehe da:

In other words, there is no one ideal human diet. Aiello and Leonard say the real hallmark of being human isn’t our taste for meat but our ability to adapt to many habitats—and to be able to combine many different foods to create many healthy diets. Unfortunately the modern Western diet does not appear to be one of them.

Und die Tatsache, dass der Mensch es schafft, sich mit der Ernährung an die Umgebung an zu passen, ist in unserer Überflussgesellschaft, in der wir alles haben ja nur ein weiterer Grund dafür, auch ethische Überlegungen bei der Diät mit einfließen zu lassen. Einfließen lassen zu müssen!

Gibt auch Sekundärinformationen über den Artikel in form zweier Interviews mit der Autorin, einmal in Bild und Ton und in Text.

Den vielzitierten Mythos, der Fleischkonsum wäre der Grund und die ursache der Menschlichen Entwicklung, wurde ja schon lange wiederlegt.

Bleiben wir in der Geschichte und beim Wiederlegen von Mythen: Die Wikinger waren was Gleichberechtigung angeht, wohl weiter als wir. Bezeichnend auch die Entstehnung des Mythos: Die Forscher konnten sich in ihrem sexistischen Mindset wohl nicht vorstellen, dass Frauen Kämpferinnen waren, und sind deshalb bei jedem Kriegergrab, bei dem Waffen bei dem Skelett gefunden wurden automatisch von einem Mann ausgegangen.

Genug Geschichte, jetzt Religion. Es zeigt sich nämlich, dass religiösere Staaten weniger inovativ sind und weniger Patente hervorbringen.

Aber nicht nur Innovationen werden durch Religion behindert, all zu oft bietet sie auch moralische Rechtfetigung für Kriege. Das sollte man nicht zulassen, und Mörder auch Mörder nennen.

Das ist jetzt ja schon fast wieder Politik und Diskurs, und dazu habe ich noch eine sehr empfehlenswerte Postcast- Folge: Wie man über Politik diskuttiert.

Bei all den Problemen heutzutage, und bei all den Protesten, frage ich mich übrigens, wie der Autor dieses Artikels auf seine These kommt. Aber, der Gedankengang an sich ist schon interessant.

Nach all den ernsten Themen noch ein wenig Sport, und weil es so gut passt noch ein Mythos der erklärt wird: Joggen ist nämlich doch besser als Gehen.