Richard Dawkins - Der blinde Uhrmacher

Ich habe gelesen! Einer meiner dauernden Vorsätze (jetzt nicht speziell auf dieses Sylvester bezogen) ist es, im Schnitt etwa ein Buch pro Monat zu lesen. Und damit bin ich im letzten Sonnenumlaufzyklus schon mal großartig gescheitert. Aber, für den Januar habe ich mein Buch schon durch, was mich vorsichtig optimistisch stimmt. Und es war auch noch ein gutes Buch, weshalb ich das hier direkt mal empfehlen möchte.


In Richard Dawkins "Der blinde Uhrmacher" geht es vor allem erst einmal um Evolution. Dawkins gibt eine überzeugende Erklärung dafür, wie das Leben auf der Erde durch Selektion, durch viele abertausend kleinste Verbesserungen, entstanden seien kann, und schaut am Ende auf die Fehler anderer Erklärungen, so das als einzige plausible Möglichkeit eben die (darwinsche) Evolutionstheorie über bleibt.

Er schreibt dabei so lebendig und spannend, dass mich das Buch von der ersten Seite an gefesselt hat, und ich habe sogar das Gefühl, etwas gelernt zu haben. Ohne mich näher damit zu befassen, habe ich die Evolution bisher immer als gegeben und wahr angesehen, jetzt weiß ich auf der einen Seite, wie umkämpft das ganze wirklich war, und bin noch überzeugter als vorher, dass es nur so abgelaufen seien kann. Und sogar, das, sollten wir jemals auf Leben stoßen, welches nicht auf der Erde entstanden ist, dieses ebenfalls nach genau diesem Prinzip entstanden seien muss.

Dawkins schafft es dabei, die Natur nicht zu entzaubern, sondern dass man* dieses Schauspiel, diese tausenden verschiedenen Lösungen für das Überleben, noch faszinierter betrachtet.

Ich empfehle hiermit jedem, der sich dafür interessiert, dieses Buch zu lesen, und ganz besonderen denjenigen, die an der Evolutionstheorie zweifeln. Auf dass sie eines besseren belehrt werden.