NRW Verkehrsunfallstatistik 2014

Anfang der Woche wurde die Verkehrsunfallstatistik NRW für 2014 veröffentlicht. Und die schlechte Nachricht ist: letzte Jahr sind 115 Fußgänger (+ 5,5 Prozent) und 68 Radfahrer (+ 21,4 Prozent) gestorben.

„Zu hohe Geschwindigkeit bleibt Killer Nr. 1“, erklärte Innenminister Ralf Jäger

Auch an anderer Stelle wir die Frage gestellt:

Wie viele Opfer im Straßenverkehr will unsere Gesellschaft noch tolerieren?

Inklusive eines

10 Punkte Programm für mehr Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen,

und auch wenn mir die Stoßrichtung schon zusagt, muss ich einigen der 10 Punkte wiedersprechen. Gerechtere Flächenverteilung und Tempo 30 in Innenstädten, da bin ich dabei, aber warum Bevormundung? Den Menschen seiner Souverenität berauben, mit elektronischer Sperre für die Nutzung von Entertainmentangeboten, Navigationsgeräten, Handys, usw, da hört es bei mir auf.
Nutzung von anderen Verkehrsmitteln fördern, Aufmerksamkeit schaffen, das sollten die Mittel der Wahl sein, und keine Bevormundung.

Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Frage, wie wir mit anderen Krankheiten so umgehen:

Eine weitere Frage die ich mir bei der Verkehrsunfallstatistik gestellt habe, ist die nach der relativen Entwicklung. Ist vielleicht ein Teil des Ansteigs dadurch zu erklären, dass schlicht mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind? Wenn dem so ist, können wir darauf hoffen, dass auch die Menschen, die im Auto unterwegs sind, sich in Zukunft an mehr Radfahrer gewöhnen, mit ihnen rechnen, und so vielleicht Unfälle vermeiden. Auch wenn es mit Sicherheit keine 20% mehr Radfahrer sind, das würde man bemerken.

Als feel-good-abschluss noch ein Video, darüber wie es aussehen könnte:

https://vimeo.com/13499122