Rheinischer Esel

An einem Sonntag mit strahlend blauem Himmel kann man ja wenig besseres machen, als die Laufklamotten an zu ziehen, den Rucksack zu packen, und los zu ziehen, fremde Gegenden und Strecken erkunden. Und so habe ich es gemacht. Um es nicht direkt zu übertreiben, das Setup einmal zu testen, und auch weil ich einfach nicht früh genug los gekommen bin, wurde es heute nur eine relativ kurze und nahe Strecke, die ich erkundet habe.

Nur 10 Bahnminuten entfernt befindet sich der Rheinische Esel, eine etwa 14 km lange alte Bahntrasse, welche zu einem Radweg umgebaut wurde, und von Dortmund über Witten nach Bochum Langendreer führt. Da es als Radweg ausgebaut ist, lässt es sich sehr angenehm und flüssig laufen, die gesammte Stecke ist sehr eben, etwa die Hälfte ist asphaltiert. Fast durchgehend säumen Bäume und Grünflächen die Strecke, welche aber immer wieder durch Wohngebiete unterbrochen werden. Für "mitten im Ruhrgebiet" ist es aber sehr sehr grün. Immer wieder geht es über Brücken, die oft einen schönen Ausblick über die Gegend erlauben. Ein nettes Detail sind die alten Haltestellen, von denen immer noch die Bahnsteige, teilweise auch die Bahnhöfe, erhalten sind.

Insgesamt eine schöne Strecke, und da sie für mich neu und unbekannt war, ist es natürlich erst einmal spannend, sie zu erkunden und die ganzen neuen Eindrücke auf zu nehmen.

Aber, es war eine nette Abwechslung zu meinen Standardstrecken, meine neue Lieblingsstrecke wird sie nicht. Ich brauche es ein wenig abweschlungsreicher, ich will Steigungen, Gefälle, Waldwege, mehr Spannung. Und all das bietet der Rheinische Esel eben nicht. Es ist eine schön gerade, gut befestigte, leicht zu laufenende, und genau so langweilige Strecke. Aber um mal eben raus zu kommen, und ein stündchen ruhig zu laufen ist es genau das richtige.

Es gibt übrigens noch viel mehr als Radstrecken ausgebaut Bahntrassen, langweilig wird es mir da bestimmt nicht.