Der ADFC Fahrradklima Test 2014

Heute wurde der Fahrradklima Test 2014 des ADFC veröffentlicht. In einer schönen interaktiven Karte kann man sich da die Ergebnisse ansehen. Und gut sehen die nicht aus. Über die gesamtdeutsche Situation hat der Velophil-Blog schon geschrieben: Eine Vier für Deutschland.

In Dortmund sieht es so aus:

Dortmund

Fahrradklima-Test 2014
Index Gesamtbewertung 4,0
F1 Spaß oder Streß 3,4
F2 Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer 4,1
F3 Alle fahren Fahrrad 3,7
F4 Werbung für das Radfahren 4,5
F5 Zeitungsberichte 4,0
F6 Fahrradförderung in jüngster Zeit 4,2
F7 Falschparkerkontrolle auf Radwegen 5,1
F8 Reinigung der Radwege 4,5
F9 Ampelschaltungen für Radfahrer 4,6
F10 Winterdienst auf Radwegen 4,8
F11 Sicherheitsgefühl 4,2
F12 Konflikte mit Fußgängern 3,7
F13 Konflikte mit Kfz 4,3
F14 Hindernisse auf Radwegen 4,4
F15 Fahrraddiebstahl 4,2
F16 Fahren auf Radwegen und Radfahrstreifen 4,5
F17 Fahren im Mischverkehr mit Kfz 4,3
F18 Breite der Radwege 4,7
F19 Oberfläche der Radwege 4,3
F20 Abstellanlagen 4,1
F21 Führung an Baustellen 4,9
F22 Fahrradmitnahme im ÖV 3,8
F23 Erreichbarkeit Stadtzentrum 3,0
F24 zügiges Radfahren 3,2
F25 geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung 2,8
F26 Wegweisung für Radfahrer 3,1
F27 Öffentliche Fahrräder 2,3

Im großen und ganzen deckt sich das mit meiner alltäglichen Erfahrung, auch wenn ich bestimmt den ein oder anderen Punkt leicht anders bewertet hätte. Aber dem Anspruch, Fahrradhauptstadt im Ruhrgebiet zu sein wird man so bei weitem nicht gerecht.

Es ist gut zu erkennen, dass das System mit den Leihfahrrädern funktioniert und angenommen wird. Aber es gibt eben auch viele Punkte, an denen die Politik das Fahrradklima verbessern kann.

Meine These und Hoffnung ist es ja, dass auch die Probleme mit den Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern und dem Sicherheitsgefühl verbessert werden, wenn eine Chancengerechtigkeit hergestellt wird. Wenn die Radfahrer nicht ständig zwischen den Welten wechseln müssen, mal sind sie Fahrzeuge, mal Fußgänger, aber nichts so richtig, sondern als eigenständige Teilnhemer wahrgenommen werden, die ihren Platz auf der Straße nicht erkämpfen müssen.


Mal sehen was die Zukunft so bringt. Der Radschnellweg 1 ist am Horizont zu erkennen, aber noch ist nicht klar ob er sich gegen die vielen Gegner durchsetzen kann. Aber ich weiß das es Menschen gibt, die sich aktiv für Verbesserungen einsetzen.