Der neue Berlin-Tatort - "Das Muli"

Ich habe Tatort gesehen. Kann ja mal vorkommen. Und anscheinend war es die erste Folge mit dem neuen Ermittlerteam aus Berlin. So insgesamt wurde ich angenehm unterhalten, und spannend war es auch noch, doch es gibt Sachen, die ich nicht so gelungen fande.

Das kaputte Privatleben der Hauptkomissarin wurde lang und breit behandelt, für die Story und die Ermittlungen hatte es keinerlei Auswirkungen. Als ich irgendwann letztens schon mal einen Tatort gesehen hatt, bei dem das Privatleben der Ermittler so kaputt war (ich weiß leider nicht mehr welche das war. Man merkt schon, ich kenne mich da aus!), hatte das wenigstens auch Einfluss auf den Fall, weil das Privatleben und dessen Probleme Auswirkungen auf das Verhalten hatten. Mal ausrasten, unkonzentriert sein, sowas wenigstens. Und hier, nix. Mag sein dass das in weiteren Folgen noch wichtig wird, hier war es erst mal egal und überflüssig.

Die Gemeinnisskrämerei des neuen Partners ist vielleicht rational irgendwie zu erkären, mit seiner Vergangenheit, wenn man ein wenig Krimierfahrung hat, leider schaffen sie es nicht, es einem auch emotional verständlich dar zu stellen. Viel zu oft verhält er sich einfach nur doof. Das Ganze wirkt sehr konstruiert, um einen Konflikt zwischen den Ermittlern zu schaffen, der ganz einfach aufgelöst werden könnte, wenn sie sich nur mal unterhalten würden.

Und schließlich ist es doch sehr zufällig, dass alle zusammen zur gleichen Zeit am Platz des Showdowns aufeinander treffen. Gerade dass sie auch da auftaucht ist schon sehr, nun ja, an den Haaren herbei gezogen. Sie hätte den Schluss viel eher ziehen können (müssen?), und dass sie dann ohne Verstärkung anrückt ist auch nur schwer vermittelbar.

Aber die Idee, im verlassenen BER zu drehen finde ich spitze, da müsste es mehr von geben.